Wisch und weg - Das Müllproblem unserer Gesellschaft

Mit dem jährlich anfallenden Hausmüll in Wien könnten wir den Stephansdom 30 mal befüllen.
(MA 48)

In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile 6 Mal mehr Plastik als Plankton. 
(Plastikmüll Statistik 2016)

 35% des weltweiten Plastik-Verbrauchs sind alleine auf Verpackungen zurückzuführen. 
(Plastikmüll Statistik 2016)

 Der jährliche globale Verbrauch an Plastiksäckchen wird auf 1 Billionen Stück geschätzt.
 (Kurz zum Klima: Plastiktüten – nicht länger tragbar.)

 Rund 500 Plastiksäckchen verwendet der Durchschnittseuropäer jährlich, inklusive der dünnen Obst- und Gemüsebeutel.
( Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 18.05.2011)


Man kauft etwas, packt es aus, schmeißt die Verpackung in den Müll und konsumiert. Diese Vorgehensweise ist üblich bei einem Großteil der Produkten die ein jeder von uns Tag ein Tag aus verwendet. 
 Man muss sich nur die Werbung ansehen, und schon fallen einen plötzlich verschiedenste Beispiele ein. Einwegprodukte ist neben dem Verpackungsmüll ein sehr großer Faktor. "Zewa-wisch und weg!" ist ein Werbespruch, der das Problem perfekt zusammenfasst. Alles muss einfach sein und schnell gehen und uns nicht weiter belästigen nachdem wir es verwendet haben. Unsere Gesellschaft ist so gemütlich geworden, sodass wir zu einer Wegwerfgesellschaft geworden sind. 

Und das Problem daran?

Es wird nur ein geringer Teil des Mülls recycelt und landet in Deponien oder in der Umwelt. Wie oben als Fakt gelistet, ist sehr viel Plastik in den Weltmeeren. Das United Nations Environment Programme (UNEP) schätzt, dass sich bis zu 99 Prozent des Plastik-Mülls im Meer, entweder schwebend in der Wassersäule oder am Meeresboden befindet. (Plastikmüll Statistik 2016) 
Derzeit gibt es weltweit mindestens 5 große Strudel aus Plastikmüll. 450 Jahre dauert es, bis sich ein Plastiksack zersetzt, und auch dabei nur in Mikroplastik, dass sich am Meeresboden ablagert, und von Meerestieren geatmet und mit Nahrung aufgenommen wird. Noch Appetit auf Fisch?

 Wissenschaftlicher prognostizieren, dass wenn der Plastik-Konsum mit der aktuellen Geschwindigkeit voranschreitet, wir im Jahr 2050 3x mehr Plastik im Meer haben, als Fische.

Oft habe ich schon Vögelnester gesehen, die Müll zum Bauen dessen verwendet haben. Viele Tiere sind bereits verendet, weil sie Müll gefressen haben oder daran verhungert oder ertsickt sind. 

 Und das nur als ein paar Beispiele der Probleme dieser Gesellschaft...

Was kannst Du tun?

Um genau diese Probleme anzusprechen, ist es ratsam, Müll zu vermeiden wo auch immer möglich. Es gibt viele Wege, deine Umwelt zu unterstützen. 
Am einfachsten ist es für den Anfang, Wegwerfprodukte durch Mehrwegprodukte zu ersetzen. Dabei ist es hilfreich darüber nachzudenken, welche Produkte man benutzt, es sich aufzuschreiben und seine alltäglichen Handlungen zu reflexieren. 
Ein nächster Schritt wäre es zu versuchen, verpackungsfrei oder -vermindert einzukaufen und darauf zu achten, natürliche Produkte zu verwenden. 

Sowieso solltest es ab sofort zu Deiner Standartausrüstung gehören, ein eigenes Sackerl mitzunehmen. Das kann aus Baumwolle sein, oder auch auch aus einem anderen Stoff, wie man ihn oft bei Taschen antrifft, die man klein zusammenfalten und gut mitnehmen kann. So hat man immer eines bei Hand. 

Vielleicht hast Du dir auch schon einmal Gedanken über dieses Thema gemacht und/oder dir Dokumentationen angeschaut wie "Plastic Planet" (übrigens ein empfehlenswertes Buch)? 
 Was fällt Dir ein, wenn du das liest? Gibt es in deinem Umfeld Bemühungen, Müll zu reduzieren, oder hast Du es selbst schon einmal versucht? Schreib mir in die Kommentare!


LG 
Patricia


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